| Institutionen - Gemeinschaft Fit Fürs Alter(n) GFFA |
Bad Orb 19.03.2010 KN
2. Bad Orber Seniorenforum
Helga Uhl im Gespräch mit Gemeinschaft Fit fürs Alter(n)
Rund 50 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger fanden sich auf Einladung der Bad Orber Gemeinschaft „Fit fürs Alter(n)“ am 4. März beim Café OLLIZ ein. Initiator Klaus Neumann begrüßte viele, bereits aus mehreren vorausgehenden Treffen bekannte Gäste. Zahlreiche neue Gesichter tauchten erstmals in der lockeren Gesprächsrunde auf, darunter einige erst jüngst nach Bad Orb zugezogenen Neubürger.
Dies sei die prominenteste Absicht „unserer Gemeinschaft“, freute sich Neumann: „Wir möchten uns allen Bad Orber Senioren zuwenden und insbesondere den neuen die Gelegenheit bieten, sich am neuen Wohnort in geselliger Begegnung wohl zu fühlen.“ Mit freudiger Spannung wurde Helga Uhl erwartet, die 10 Tage später ihr Amt als neu gewählte Bürgermeisterin antreten sollte.
Neumann dankte für ihr Kommen und ihre aufmerksame Zuwendung, die sie ja bereits mit ihrer quasi Inkognito-Anwesenheit beim 1. Forum im Oktober 2009 dokumentiert hatte. Mit Beifall unterstrich die Runde die Gratulation für ihren grandiosen Wahlerfolg und die Wünsche für viel Glück, Erfolg und allseitige Zuarbeit im neuen Amt. „Die GFFA-Senioren werden Sie nach Kräften unterstützen und sich mit einem hohen Maß an Eigeninitiative für das Wohl unserer Stadt und der Mitbürger einsetzen“, versicherte Neumann. Helga Uhl bedankte sich herzlich für die Einladung. Sie verfolge die Initiativen der GFFA mit angeregtem Interesse und sei gespannt, was sich davon inzwischen habe realisieren lassen. Auf die Frage von Reinhard Steiner, welchen Stellenwert sie den Senioren-Angelegenheiten zukünftig beimesse, erklärte Uhl, eine feste Ansprech- und Infostation im Rathaus installieren zu wollen. So beabsichtige sie, die Wünsche und Ratschläge der älteren MitbürgerInnen ständig im Auge zu behalten, um möglichst direkt darauf reagieren zu können. Zudem freue sie sich auf die Fortsetzung vieler unmittelbarer Kontakte, wie sie das heutige Forum so beispielhaft biete.
Bevor dies in der zweiten Hälfte des Treffens mit den vielerlei Tischgruppen intensiv praktiziert werden konnte, stellte eine Reihe von GFFA-SprecherInnen die aktuellen Aktionen- und Planungen der Gemeinschaft vor: „Die nach innen und außen profilierende Zusammenwirkung aller Institutionen und Angebote für und von Senioren steht im Fokus unserer Initiativen“, erklärte Neumann. Bad Orb möge sich als Wohn- ebenso wie als Erholungsort für die Zielgruppe 50+ mit einem. diesem Klientel angemessenen varianten und zukunftweisenden Spektrum an Lebensqualität präsentieren. Diesem Ziel, nicht nur zugunsten der Nutzer, sondern auch in Form einer Vernetzung mit gegenseitiger Abstimmung sowie Fort- und Ausbildung der Senioren-Betreuung, solle ein übergreifendes Info-Medium dienen: Erste Entwürfe für einen speziellen Senioren-Service sind bereits auf einer Internet-Plattform ( www.senioren-bad-orb.de ) zu finden. Ein ausgebaute Bad Orb-Senioren-SPEZIAL ist für das 2. Quartal 2010 in Kooperation mit der Lokal-Presse in Vorbereitung. Vielleicht werden sich hier zukünftig auch einige kreative Senioren redaktionell einbringen anhand der, aus den unlängst gestarteten PC-Kursen gewonnenen Kenntnissen. Dank des sehr bereitwilligen Entgegenkommens der hiesigen Kreisrealschule konnte die „PC-Akademie“-Idee der GFFA eine äußerst lebhafte Nachfrage auslösen. Hans Joachim Mager berichtete von rund 50 Interessenten. Für die Hälfte von ihnen wird er zunächst zwei Anfänger-Kurse durchführen. Für den Mai sind bereits weitere Anmeldungen vorgemerkt, aber auch noch offen. Darüberhinaus sind Fortgeschrittenen-Workshops geplant, deren spezifische Ausgestaltung auf die vielfältigen Anwendungs-Interessen abzustimmen ist.
Die von Gisela Erle vorgetragenen Ansätze einer „nachbarschaftlichen“ Selbsthilfe in Form von Tauschring-Modellen sollen anhand konkreter Bedürfnis- bzw. Interessenlagen fallweise erklärt und praktiziert werden. Somit wird ein organisatorisches Konstrukt vermieden, das der Lebenswirklichkeit zumindest in der Startphase nicht angemessen sein könnte. Was das soziale Engagement gegenüber den auf Kontakte und Hilfe angewiesenen Senioren unserer Gemeinschaft anbetrifft, konnte auf die vorhandenen und im Aufbau befindlichen Angebote zur ehrenamtlichen Senioren-Begleitung verwiesen werden. Beim Runden Tisch: „Pflege und Betreuung“ der GFFA wurde darüber intensiv diskutiert und das dementsprechende DRK-Modell vorgestellt. Einsatzwillige Senioren sollten sich der Grenzen ihrer Hilfestellung bewusst sein und sich eines Netzes von Beratung und Ausbildung versichern. Helga Uhl verwies auf das jüngst entwickelte Qualifizierungs-Angebot des hiesigen ebz, das nun am 13. April ausführlich vorgestellt wird.
Ein mehrfaches Echo löste auch der GFFA-Vorschlag für einen „Tag der älteren Mitbürger“ aus. Mit Bezug auf eine kürzlich im Kreisruheheim in Biebergemünd sowie eine am 10./11. in GN/Meerholz angekündigte Messe „Generation 50 Plus“ wurde ein ähnlich geschlossenes Auftreten der hiesigen Einrichtungen incl. gewerblicher Zielgruppen-Ansprache für nützlich erachtet.
Etliche interessante Ziele gemeinschaftlicher Reisen schlug Ingeborg Abramzik vor: Sie sollen für größere Gruppen bevorzugt bei unseren hiesigen Büros bzw. Busbetrieben bestellt werden. Für kleinere Gruppen bereiten unsere Natur-/Kultur-Kundschafter Wander-, Rad-, Bahn/Bus-Ausflüge zu Geheimtipps in der Nahregion vor. Ein ferneres Ziel wurde unter dem Motto „Wir fahren nach Berlin !“ für den Herbst ins Visier genommen. Demnächst wird die GFFA alle Senioren-Gruppen für diesen Bad Orber Besuch in der Bundeshauptstadt einladen.
Eine weitere Initiative, die ebenfalls Besuchskontakte- allerdings in Bad Orb-betrifft, erläuterte Klaus Neumann: Unter dem Motto „Wir laden gern uns Freunde ein !“ sollen insbesondere ältere MitbürgerInnen Angehörige, Freunde und Bekannte zu bevorzugte Konditionen in unsere Badestadt einladen können. In Verbindung mit reizvollen Veranstaltungen mögen sie Bad Orb so präsentieren, das sie selbst das Wiedersehen genießen und ihre Gäste allerbeste Eindrücke in ihre Herkunftsorte vermitteln.
Nach über zweistündigem Informations- und angeregtem Gesprächsaustausch gingen alle Gäste, Helga Uhl und die GFFA-Initiatoren mit der überwiegend zufriedenen Gefühl auseinander, nicht nur freundschaftliche Kontakte gepflegt, sondern auch neue Kraft und Ermutigung für gemeinschaftliches Engagement geschöpft zu haben.


