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Gemeinschaft Fit Fürs Alter(n) GFFA

Bad Orber Lebensqualität fürs Altern
3. Senioren-Forum der Bad Orber Gemeinschaft „Fit fürs Alter(n)“ - GFFA

Termin:  Samstag, 12. März 2011  14 – 17 Uhr
Ort:    Adolf-Lins-Haus der Kath. Gemeinde Bad Orb/Eingang vom P-Untertor
Veranstalter:   Bad Orber Gemeinschaft „Fit fürs Alter(n)“ - GFFA
mit diversen Kooperationspartnern.

Motto: Aller guten Dinge sind drei: Gemeinsam – menschlich – altern

Spessart-Kurort mit drei Buchstaben ?  Diese Frage gehört seit Langem zum Standard-Repertoire weithin geläufiger Kreuzworträtsel. „Bad Orb - kurz und gut !“  diente über viele Jahre als knackiger Slogan eines selbstbewussten Kurstadt-Marketings. Mit seinem Motto „Aller guten Dinge sind Drei“ will das 3. Senioren-Forum“ an die offenbar prägnante „Trilogie“-Tradition der Stadt anknüpfen: Der Dreiklang:  „Gemeinsam-menschlich-altern“ verweist auf die ebenso zeitgemäße wie zukunftweisende Weiterentwicklung des, auf human- soziale  Gesundheits-Dienste ausgerichteten Erholungsortes.

Begleitinformation: Bevölkerungsentwicklung der Kurstadt Bad Orb

 In Zeiten des für unsere Gesamtgesellschaft unausweichlichen demografischen Wandels steht das Erfordernis einer hohen Lebensqualität fürs Altern im Interesse aller Generationen.  In Bad Orb ist dieser Wandel in exemplarischer struktureller Quantität und Qualität absolut präsent. (Siehe dazu die anliegende Analyse der örtlichen Bevölkerungs-Entwicklung in den letzen 10 Jahren.) Er stellt konsequente Gestaltungsaufgaben und bietet zugleich vielerlei Chancen für wegweisende Kreativ-Ideen und Modell-Projekte.
Nach den infrastrukturellen Verlusten und schmerzhaften Erfahrungen, die den  Niedergang der traditionellen Kur-Ökonomie begleiteten, muss sich die Stadt und deren Bürgerschaft neuen Ufern zuwenden und eine nach innen und außen positive Zukunftsperspektive entwickeln. Dazu liefert eine Reihe traditioneller natürlicher und infrastruktureller Ressourcen im Nahbereich des urbanen Rhein-Main-Raumes in Verbindung mit dem Neu- und Ausbau attraktiver Erholungs- und Gesundheitseinrichtungen gute Voraussetzungen. Diese materiellen Faktoren bedürfen einer personellen Wertschätzung seitens der Bürgerschaft, der Gäste und potenziellen Neubürger.  Und hierbei sind die Älteren derzeit und in zunehmendem Maße zukünftig von fundamentaler  Zukunftsbedeutung. Das schließt den Blick auf die Familie und deren generative Bindungen sowie das Gewicht des Gesundheits-, Erholungs- und Pflege-Standortes Bad Orb als Arbeitsplatz selbstverständlich ein.
Das Senioren-Forum möchte auf die vorgezeichneten Realitäten und Chancen der Bad Orber Situation erneut aufmerksam machen. Es will Mut machen, sich den Problemen mit klarem Sinn und offenem Sozialverständnis zu stellen und zugleich an notwendige Aufgaben und kreative Lösungen gemeinschaftlich heran zu gehen. Auch hierfür gibt es eine breite Basis vielfältiger institutioneller Senioren-Arbeit und bereitwilliger Potenziale  zum freiwilligen Engagement und zur nachbarschaftlichen Selbsthilfe.
Sie, zur Erfüllung vielseitiger Bedürfnisse und Interessen optimal zu vernetzen und personell zu verstärken bzw. mit Nachwuchs zu versorgen, ist ein konkreter Ansatz des Forums: Seniorenvertretungen im kommunalen Raum haben dazu in vielfältiger Vorbildlichkeit gute Erfahrungen gesammelt und vorteilhafte Arbeit geleistet:
Helmut Heym, Vorstandsmitglied  im Landesseniorenbeirat Hessen, stellt dessen Funktion dar und erläutert die Kooperation mit und die Unterstützung für kommunale Senioren-Aktivitäten.
Einen neuen Seniorenbeirat konnte kürzlich die Stadt Bruchköbel installieren. Dieter Hussing, Leiter des dortigen Sozialamtes und die  beiden Beiratsmitglieder Volker Hirsch und Erich Mönnich  schildern das Werden und Wachsen dieser seitens der Behörde unterstützten Einrichtung. Sie basiert auf eine Vielzahl bereits seit Jahren tätiger mehrseitiger Seniorenarbeit.
Der Seniorenrat in Gelnhausen-Meerholz blickt auf eine inzwischen bereits 40jährige Tätigkeit zurück. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Wachtler kann auf die dort gesammelten hoch interessanten Erfahrung in der Kooperation mit SeniorInnen für SeniorInnen verweisen.  Immer neu stellt sich die Aufgabe der Motivation für ein vielfältiges Kontakt- und Betreuungsangebot mit dem ständigen Bemühen um freiwillige Nachwuchskräfte.
Als ein Ergebnis erfolgreicher Vernetzung der Seniorenarbeit in den verschiedensten
Kommunen, Verbänden, Vereinen und privaten Bereichen stellen sich die Seniorenwochen im fränkischen Landkreis Kitzingen dar. Edith Burger von der Fachstelle Seniorenfragen des Landratsamtes arbeitet derzeit an den Vorbereitungen für die inzwischen sechste Verbund-Veranstaltung dieser Art. Exemplarisch ist auch die enge Kooperation mit dem VdK, nicht nur bei den  Schwerpunkten des vergangenen Jahres. Sie schildert die Entstehung dieses Projekts mit zuletzt rund 150 Einzelterminen in vier Wochen, die damit verbundenen generellen Maßgaben des Programms „Aktiv im Alter“ und einige jüngere Kooperationsansätze im sportlichen Fitness-Bereich.
Die zweite Hälfte des Forums widmet sich der informierenden und beratenden
Unterstützung auch unmittelbar Betroffener in den beiden Kernbereichen Wohnen und Demenz:
Das „betreute Wohnen“ und die dazu erst Ende 2010 ergangenen gesetzlichen Neuregelung sind Gegenstand eines Beitrags der hessischen Verbraucherzentrale.
Außer Interessenten, die vor einem Wohnungswechsel stehen, sind auch Mieter angesprochen, die eine diesbezügliche Änderung bzw. Anpassung ihrer Verträge für erforderlich halten.
Zeitweise Entlastung von pflegenden Angehörigen, die oft rund um die Uhr in Anspruch genommen sind, bietet das Projekt: SO wie Daheim. Karin Stöcker von MKK-Leitstelle für ältere Bürger erläutert dieses Angebot einer gemeinsamen wohnortnahen Tagesge-staltung mit Gästen.  Sie steht auch für individuelle Rückfragen zur Verfügung.
Ein noch ganz frisches junges Angebot der MKK-Leitstelle stellt sich mit dem gerade in Gelnhausen eingerichteten Pflegestützpunkt vor. Wie dort in allen Fragen rund um das Thema Pflege von den Bedürftigen selbst und deren Angehörigen Auskunft und Beratung eingeholt werden kann, erläutern Mitarbeiter dieser Einrichtung.
Einen Beitrag zum möglichst langen eigenständigen und selbstbestimmten Wohnen möchte zudem die von der GFFA angeregte Initiative „Schmetterling“ leisten. Anstoß geben einige der in Bad Orb seit längerem bestehenden Altenwohnanlagen und die quasi präventive Förderung einer nachbarschaftlichen Selbsthilfe der dort zusammen wohnenden zumeist Mieter oder auch Eigentümer. In Kooperation mit den Betreibern dieser Anlagen soll eine dementsprechend anregende gemeinschaftliche Nutzung der dort vorhandenen Gemeinschaftsräume gefördert werden. Einladung und Ermutigung, sich hier zu treffen und kontaktfreudige Geselligkeit zu pflegen, könnte mit fachlich angeratenen Impulsen und gelegentlichen angebotenen Besuchen seitens eines Teams „freiwilliger Seniorenbetreuer“ unterstützt und gepflegt werden. Das Forum soll Gelegenheit geben, diese Idee anhand erster Begegnungen vorzustellen und im Austausch mit interessierten MitbürgerInnen im Sinne hilfsbereiter beiderseitiger  Nachbarschaft mit Engagement und Leben zu auszufüllen.
An alle in Bad Orb tätigen Einrichtungen und Angebote der Senioren-Betreuung geht zudem die Einladung, ihre vor allem innovativen Angebote vorzustellen oder zumindest darüber zu informieren oder die Regeltermine im einen aktualisierten Plan nach dem Muster der vor etwa einem Jahr erstmals von der GFFA erstellten Senioren-SPEZIAL Handreichung einzubringen.
Die schriftlichen Einladungen zum Forum gehen in der kommenden Woche einem interessierten Empfängerkreis zu.
Zum Abschluss sei ein Zitat angefügt, das die angezielte Wirkung des Forums sehr treffend fokussiert: „Wo Menschen gewonnen werden, sich zu engagieren, werden sie in der Gesellschaft tätig, verändern das Gemeinwesen und bringen neue Themen ein, die zur Diskussion beitragen und die Gesellschaft nach vorne bringen.(…) Senioren haben ihre Vorstellung von dem, was laufen soll und ihre Wünsche sich selbst zu verwirklichen.“ So äußerte sich Ursula Woltering, Vorstand Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. bei der BAGSO-Fachtagung „Altersbilder und Engagement in der Zivilgesellschaft“ am 8.11.2010.  

Aktualisiert (Montag, den 07. März 2011 um 12:56 Uhr)